Nur 32 Kilometer liegt das tschechische AKW Dukovany von der Landesgrenze entfernt, das nach Bestreben der tschechischen Regierung um zwei neue Atomreaktoren ausgebaut werden soll. Genau aus diesem Grund wird Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im Zuge des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung eine Stellungnahme des Landes NÖ mit scharfer Kritik an den Ausblauplänen abgeben.
Die Volkspartei im Bezirk Hollabrunn unterstützt diese ablehnende Haltung und ruft ebenfalls zu einer lautstarken Bewegung gegen Atomkraft vor unserer Haustüre auf. „Atomkraft ist ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko. Deshalb ist echt wichtig, dass jede und jeder einzelne mit ihrer und seiner Stimme das Land NÖ unterstützt und ein kräftiges Zeichen gegen Atomkraft abgibt“, betonen die Abgeordnete zum Nationalrat Eva-Maria Himmelbauer und Landtagsabgeordneter Richard Hogl.
Konkret unterstützt werden kann die Stellungnahme des Landes Niederösterreich auf www.energiebewegung.at und der Landes-Website www.noel.gv.at. Alle bis 23. September eingelangten Stellungnahmen werden gesammelt den tschechischen Behörden übermittelt. Unterschriftlisten liegen auch in den Gemeindeämtern auf.
In der Stellungnahme des Landes sind alle Sicherheitsbedenken aus niederösterreichischer Sicht schwarz auf weiß dokumentiert. Zum einen ist das die direkte Betroffenheit aufgrund der geringen Entfernung zu Niederösterreich. Zum anderen geht es um fehlende Sicherheitsreserven bei Erdbeben, die in europäischen Stress-Tests nach Fukushima festgestellt worden sind. Darüber hinaus ist die Aufrüstung der sicherheitsrelevanten Systeme und Komponenten immer noch nicht abgeschlossen. Zudem ist auch die Haftungsfrage und Situation bezüglich Endlager vollkommen ungeklärt.
Scharfe Kritik an Ausbauplänen des AKW Dukovany aus dem Bezirk Hollabrunn
Aufruf zu lautstarker Bewegung gegen Atomkraft vor unserer Haustüre
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